FEZ-Badesee

Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein, und dann nischt wie raus nach der Wuhlheide – an den FEZ-Badesee!

Im FEZ-Badesee lässt es sich im Sommer wunderbar planschen und schwimmen. Gesäumt von Bäumen und mit einem Sandstrand, Liegewiese und Spielplatz ausgestattet, muss er sich vor anderen Berliner Seen keineswegs verstecken.

Der Badesee ist ein naturnahes Gewässer, das seit einigen Jahren mit der Regenwasserbewirtschaftung im FEZ-Berlin gekoppelt ist. Das vom Hauptgebäude abfließende Regenwasser wird zwischengespeichert und nach Passage eines bewachsenen Bodenfilters (Rasenfilterbeets) sowie eines Schilffilterbeets in den Badesee eingespeist. In den Pflanzenfilterbeeten werden Keime, Bakterien und Schwebstoffe gefiltert und abgebaut. Nach Durchfließen der Beete gelangt das Wasser wieder zurück in den Badesee, der Wasserkreislauf wird geschlossen. Diese Verfahrenskombination ermöglicht die Reinigung von Regen- und Badeseewasser ohne Chemikalieneinsatz.  Auf die Zugabe von Chlor kann verzichtet werden.

Die Wasserqualität wird regelmäßig von Fachlaboren untersucht, die dem FEZ-Badesee eine sehr gute Wasserqualität bescheinigen. Derzeit arbeitet das FEZ eng mit dem Gesundheitsamt Treptow-Köpenick und mit dem Institut für angewandte Gewässerökologie zusammen, um perspektivisch weiterhin eine gesunde Qualität des Wassers zu garantieren.

Historisches History

Der 240 m lange und 50 m breite Badesee wurde zeitgleich mit der Freilichtbühne und den Sportanlagen 1951 anlässlich der III. Weltfestspiele eröffnet. In der Umgebung des Badesees befand sich vor 1951 ein Wildschweingehege. Um den See anlegen zu können, mussten zunächst Bäume gerodet werden. Anschließend wurde der sandige Boden ca. zwei Meter tief  aufgegraben und die Sohle mit Lehm und Ton abgedichtet, damit das Wasser nicht versickern konnte.

Unweit des Sees gab es früher ein kleines unscheinbares Bächlein. Die Pumpstation des Wasserwerkes und der Damm einer Eisenbahnlinie hatten es zum Versiegen gebracht. Die Folge waren Morast und später schwarze, wasserundurchlässige fette Erde. Um zu verhindern, dass sich das an der schwarzen Erdschicht ansammelnde Wasser einen Ausweg zum See hin suchen und die Tonschicht eindrücken würde, trug man anstelle der schwarzen fetten Erde Schutt auf. Dadurch konnte das Wasser versickern. Zur Entkeimung des Wassers war es notwendig, das Wasser mit unterchloriger Säure und Kupfersulfat zu behandeln. 1955 wurde ein Chlor-, Wärter- und Gerätehaus für den Badesee errichtet. Die 4 m lange Wasserrutsche entstand 1958 nach dem Muster der Wasserrutsche des Seebades Wendenschloss, mit kleinen spezifischen Änderungen.

Der See wurde bis 2014 mit Grundwasser gespeist und gechlort.