Fuchsbau in der Wuhlheide

Für ein paar Tage raus ins Grüne, gemeinsam den weitläufigen Park und die Natur erkunden, an ökologischen Projekten arbeiten oder die Freizeitangebote des FEZ‐Berlin nutzen

Mitten in der Parklandschaft der Wuhlheide liegt das Umwelt‐und Begegnungszentrum Fuchsbau. Der Treffpunkt für Kinder, Jugendliche, junge Familien und Behinderte bietet 60 Betten und ist bestens für Mehrtagesaufenthalte von Gruppen aus Kindertagesstätten, Grundschulen und Vereinen geeignet. Thematisch dreht sich hier (fast) alles um das Erleben und Erkunden der Natur. Gäste können hier Seminare und Veranstaltungen zu Umweltthemen durchführen, wobei sie auf eine gut ausgestattete Umweltbibliothek zugreifen können. Außerdem steht ihnen das Fuchsbau‐Team gern beratend und unterstützend zur Seite.

Im Haus gibt es vier Betreuerzimmer sowie diverse Mehrbettzimmer für Kinder, die mit Etagenbetten ausgestattet sind. Außerdem stehen modernisierte Waschräume mit 12 Duschen, ein Speisesaal für ca. 80 Personen, geräumige Flure und eine große Terrasse vor dem Haus zur Verfügung. Der Fuchsbau ist barrierefrei und verfügt über eine Behindertentoilette. Details zu Zimmeraufteilung und Preisen entnehmen Sie bitte der Webseite des Fuchsbaus.

Auch der Freizeitspaß kommt bei Aufenthalten im Fuchsbau nicht zu kurz. Dafür sorgen die vielfältigen (zum Teil kostenpflichtigen) Angebote im Park, die auch den Fuchsbau‐Gästen offenstehen. Sie können die Spiel‐ und Sportplätze sowie die Skaterbahn im Park nutzen, im Hallen‐ oder Freibad schwimmen gehen, Spiel‐ und Sportgeräte sowie Fahrräder ausleihen, das Tiergehege im Haus für Natur und Umwelt besuchen oder mit der Parkeisenbahn fahren. Auch das Kinder‐ und Jugend‐Freizeitzentrum FEZ‐Berlin lockt mit tollen Veranstaltungen. Sportbegeisterte zieht es vielleicht in den Kletterwald Wuhlheide oder in den Sport Jugendclub Arena. Und wer mehr von Berlin sehen möchte, bestaunt im Modellpark bekannte Berliner und Brandenburger Sehenswürdigkeiten.

Historisches History

Das Gebäude des heutigen Fuchsbaus gehörte früher zum Pionierpalast und beherbergte zuletzt die Abteilung Touristik/Wehrerziehung. Schon damals gab es für den Bereich Touristik (Station „Junge Touristen“) über 60 Übernachtungsmöglichkeiten und entsprechende Aufenthaltsräume für Kinder in dem Gebäude. Im Sommer konnte die Kapazität der Einrichtung durch Zelte auf 300 Schlafgelegenheiten erhöht werden. Anlässe waren z. B. die in regelmäßigen Abständen durchgeführten Wehr- und Bezirksspartakiaden der Gesellschaft für Sport und Technik (GST). Die AG „Junge Touristen” erarbeitete Wanderrouten und erkundete in regelmäßigen Abständen die Umgebung von Berlin.

Am 01.04.1995 wurde in dem Gebäude der Fuchsbau als Übernachtungsstätte der Naturfreundejugend Berlin e.V. eröffnet. Seit dem 01.01.2006 ist er in der Trägerschaft des Forum Naturfreundejugend Berlin e.V., einem gemeinnützigen und anerkannten Träger der Jugendhilfe, der außerdem mehrere Kinder-, Jugend- und Familienzentren in Berlin unterhält.

Die Naturfreundejugend hat ihren Ursprung in der Arbeiter/innenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Kampf um verbesserte Arbeits- und Lebensbedingungen wurde auch der Ruf nach emanzipierter Freizeitgestaltung laut. Arbeitenden Menschen aus der Stadt sollte die Möglichkeit geboten werden, sich die Natur zu erschließen, zu wandern und zu verreisen. In Selbstorganisation der Arbeiterbewegung entstanden Ende des 19. Jahrhunderts erste Vereine, die Wanderungen und Familienausflüge organisierten, darunter auch der von Wiener Sozialisten gegründete Touristenverein „Die Naturfreunde“. 1908 wurde in Berlin eine Ortsgruppe gegründet, die sich nur wenige Jahre später als Arbeiterwanderbund „Die Naturfreunde“ selbstständig machte. Sie brachte 1926 als Gegengewicht zur bürgerlichen Erziehung die Naturfreundejugend hervor. Mehr über die wechselvolle Geschichte der Naturfreundejugend erfahren Sie hier.